Platanenkubus Nagold
Der Platanenkubus Nagold ist das bislang größte baubotanische Bauwerk und gleichzeitig das erste, das konkret für einen urbanen Kontext geplant wurde. Es ist als Beitrag zur Landesgartenschau 2012 in Nagold konzipiert und wird sich anschließend in eine Reihe von Stadthäusern einfügen. Das Bauwerk dient dazu, die sich aus dem Verfahren der Pflanzenaddition ergebenden Möglichkeiten in einem städtischen Umfeld zu erproben, wobei erstmals die Baumart Platane (platanus acerifolia) bei einem größeren Projekt zum Einsatz kommt.
Während der Gartenschau wird das Bauwerk jedoch zunächst ein Ereignis sein: Die Besucher werden die zur Pflege bestimmten Plattformen und Einrichtungen betreten dürfen und kommen so in unmittelbaren Kontakt mit einem Gebilde, bei dem technische Einrichtungen und wachsende Pflanzen verschmelzen. Die Atmosphäre ist einerseits durch Schläuche, Regler, Sensoren und Ventile geprägt, andererseits durch das frische Grün der jungen Blätter und Triebe, die aus den überall in den Wänden angeordneten Pflanzbehältern sprießen.
Entwurfs- und Ausführungsplanung: Ferdinand Ludwig und Daniel Schönle

