Platanenkubus Nagold


Der Platanenkubus Nagold ist das bislang größte baubotanische Bauwerk und gleichzeitig das erste, das konkret für einen urbanen Kontext geplant wurde. Es ist als Beitrag zur Landesgartenschau 2012 in Nagold konzipiert und wird sich anschließend in eine Reihe von Stadthäusern einfügen. Das Bauwerk dient dazu, die sich aus dem Verfahren der Pflanzenaddition ergebenden Möglichkeiten in einem städtischen Umfeld zu erproben, wobei erstmals die Baumart Platane (platanus acerifolia) bei einem größeren Projekt zum Einsatz kommt.

Während der Gartenschau wird das Bauwerk jedoch zunächst ein Ereignis sein: Die Besucher werden die zur Pflege bestimmten Plattformen und Einrichtungen betreten dürfen und kommen so in unmittelbaren Kontakt mit einem Gebilde, bei dem technische Einrichtungen und wachsende Pflanzen verschmelzen. Die Atmosphäre ist einerseits durch Schläuche, Regler, Sensoren und Ventile geprägt, andererseits durch das frische Grün der jungen Blätter und Triebe, die aus den überall in den Wänden angeordneten Pflanzbehältern sprießen.

 

Der Platanenkubus Nagold wurde beim Holzbaupreis Baden-Württemberg 2012 mit dem Sonderpreis für Innovation ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 22.06.2012 um 15.30 Uhr im Haus der Architekten, Stuttgart statt.

 

Die Einweihung des Platanenkubus fand zeitgleich mit der Auszeichnung Ferdinand Ludwigs zum "Übermorgenmacher" durch den Umweltminister Franz Untersteller am Mittwoch, dem 20.06.2012 ab 16.30 Uhr auf der Landesgartenschau Nagold, Riedbrunnenpark, statt.

 

Entwurfs- und Ausführungsplanung: Ferdinand Ludwig und Daniel Schönle