Baubotanischer Turm


Der baubotanische Turm ist ein Versuchs- und Demonstrationsbauwerk, das dazu dient, neue Möglichkeiten des Konstruierens mit lebenden Pflanzen aufzuzeigen und die architektonischen und ökologischen Potentiale der Baubotanik zu veranschaulichen.



Das knapp neun Meter hohe Bauwerk weist eine Grundfläche von etwa acht Quadratmetern auf und verfügt über drei begehbare Ebenen. Es ist das erste baubotanische Projekt, bei dem das Verfahren der Pflanzenaddition zum Einsatz kam.



Die gesamte Struktur wird von einem temporären Gerüst aus Stahlrohren gestützt und ist mit Hilfe von Schraubfundamenten im Boden verankert, die ebenfalls rückgebaut werden können. Bis alle Pflanzen vollständig miteinander verwachsen sind, werden die Pflanzcontainer mittels einer einfachen Pumpanlage ständig feucht gehalten, um den Pflanzen das notwendige Wasser zur Verfügung zu stellen.



Sobald die lebende Struktur stabil genug ist, um die einwachsenden Ebenen tragen und die Nutzlasten des Bauwerks übernehmen zu können, wird das Gerüst entfernt. Wie lange dieser Prozesse dauern wird, hängt von vielen Faktoren ab und soll an dem Bauwerk untersucht werden.


 

Entwurfs- und Ausführungsplanung: Ferdinand Ludwig und Cornelius Hackenbracht



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