Klimaaktive baubotanische Stadtquartiere, Bautypologien und Infrastrukturen: Modellprojekte und Planungswerkzeuge


Autoren: Dr.-Ing. Ferdinand Ludwig (IGMA),  Dipl.-Ing. Daniel Schönle (Freier Architekt und Stadtplaner, Stuttgart), Dipl.-Ing. Moritz Bellers (ILPÖ)| Beratung: Prof. Dr. Jürgen Baumüller, Dipl.-Ing. Regierungsbaumeisterin Imke Mumm | Mitarbeit: M.A. Jakob Rauscher, Dipl.-Ing. Boyan Mihaylov, Dipl.-Ing. Ute Vees, Dipl.-Ing. Oliver Teiml | Auftraggeber: LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg


 

Das Forschungsvorhaben im Rahmen des Programms KLIMOPASS (Klimawandel und modellhafte Anpassung in Baden-Württemberg) wurde mit Mitteln des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg umgesetzt. 

 

Es verfolgt das Ziel, konkrete Entwurfsbeispiele und Umsetzungsstrategien zu erarbeiten, um die stadtklimatischen Potentiale der Baubotanik in der Praxis zur Anwendung zu bringen. Die Baubotanik bietet, insbesondere durch die Technik der Pflanzenaddition, die Möglichkeit, die schnelle Verfügbarkeit von Bauwerksbegrünungen mit der Dauerhaftigkeit, langfristigen Robustheit und nachhaltigen ökologischen Wirkung von Bäumen zu verbinden. Damit kann der im Rahmen von Klimaanpassungsstrategien geforderten intensiven Durchgrünung von Städten bei gleichzeitig hoher Dichte entsprochen werden.

 

Um die Baubotanik als innovative Form des Stadtgrüns vorzustellen und ihren möglichen Beitrag zur Lösung stadtklimatischer bzw. stadtökologischer Probleme diskutieren zu können, wurden zunächst bekannte Formen des Stadtgrüns bezüglich ihrer botanischen, technischen, räumlichen, ökonomischen und ökologischen Aspekte sowie ihrer zeitlichen Entwicklung untereinander und mit der Baubotanik verglichen.

 

Darauf aufbauend wurden fünf Beispielentwürfe für klimaaktive baubotanische Bauwerke, Stadtquartiere und Infrastrukturen erarbeitet. Diese wurden modellhaft an Situationen in Stuttgart entwickelt, die eine hohe stadtklimatische Relevanz und eine Vergleichbarkeit mit Situationen in anderen Städten erkennen ließen. Als Entscheidungsgrundlage dienten hierbei der Klimaatlas der Region Stuttgart (Verband_Region_Stuttgart, 2008) und das Bauflächenmanagement der Stadt Stuttgart. In ihrer Zielsetzung orientieren sich diese Modellprojekte an den beiden aktuell maßgeblichen Stadtentwicklungskonzepten für Stuttgart, dem Klimaanpassungskonzept KLIMAKS und dem Stadtentwicklungskonzept STEK.